Grundanleitung Dutch Pour

Fön trifft Acrylfarbe

Wie erschaffst Du faszinierende Motive mit Dutch Pour?

Dutch Pouring ist eine der aufregendsten Acrylic-Pouring-Techniken. Das liegt einerseits daran, dass die Umsetzung mithilfe eines Föns viel Spass macht, aber auch daran, dass die Ergebnisse immer echte Hingucker sind. 

Die perfekte Konsistenz der Farben für Dutch Pour

In Sachen Farbvorbereitung setzt sich der Dutch Pour etwas von anderen Techniken ab. Da die Acrylfarben vom Fön verwirbelt werden, müssen sie flüssiger sein als bei anderen Techniken. 

 

Beginnen wir mit der Hintergrundfarbe. Die ist beim Fön-Pour besonders wichtig. In vielen Fällen wird sie als Negative Space im fertigen Kunstwerk zu sehen sein. Das gilt nicht nur für den beliebten Bloom Dutch, bei dem eine Blüte gefönt wird. Auch andere Umsetzungen behalten die Hintergrundfarbe bei. 

 

Darum ist es besonders wichtig, die Farbe mit Pouring Medium zu mischen. Das stellt sicher, dass die Farbe gleichmässig und einheitlich trocknet. Schon die Hintergrundfarbe sollte so flüssig sein, dass sie mit einem Luftstoß auf der Leinwand ausgebreitet werden kann. Ein Fön ist eine gute Möglichkeit, die Farbe von Anfang an, gleichmässig über die Leinwand zu verteilen.

 

Auch die anderen Farben sollten dünner und flüssiger gemischt werden als es bei anderen Techniken üblich ist. Dabei hat sich eine Mischung aus Pouring Medium, Floetrol und Wasser bewährt.  

Auftritt 1: Die Farben

Auf der Leinwand ist nun also die Hintergrundfarbe verteilt. Es ist wichtig, dabei nicht zu sparen. Um ein schönes Fliessergebnis zu erzielen, sollte der Untergrund fast geflutet werden. Aber giesse nicht all deine Hintergrundfarbe direkt auf. Wir werden später noch einen Rest davon benötigen. 

 

Nun kannst Du aber erstmal Deine ausgewählten Kontrastfarben auf die Leinwand bringen. Beim Giessen musst Du im Hinterkopf behalten, dass genügend Platz darum herum bleibt, auf die Du die Farben pusten kannst. Eine beliebte Technik ist es, die Farbe wie einen Fluss über die Leinwand zu giessen. Beginne mit einer Farbe und giesse die weiteren Farben in gleicher Weise darüber. 

 

Um eine Blüte zu keieren kannst Du eine "Puddle" anlegen, also mehrere Farben übereinander auf einen Punkt giessen. 

 

Nun kommen wir zurück zu dem Rest der Hintergrundfarbe. Um sicherzugehen, dass die Hintergrundfarbe ausreichend vorhanden ist, empfiehlt es sich, einen Rahmen um die anderen Farben mit ihnen zu ziehen. Solltest Du Dich für einen Fluss entschieden haben, ziehst Du an beiden Ufern einen kleinen Wall aus Hintergrundfarbe. 

Auftritt 2: Der Fön  

Jetzt geht es los! Der Fön wird angelegt und ausgerichtet. Doch bevor die Starttaste betätigt wird, noch ein paar Trockenübungen. Der Fön sollte nah über der Farbe gehalten werden, aber diese nicht berühren. In kurzen, gezielten Bewegungen sollte der Fön über die Farbe bewegt werden. Jeder Fön-Strich kreiert je nach Bild ein Blütenblatt, ein Blatt oder eine Verwirbelung. Auch wenn Verfeinerungen möglich sind, ist es am besten, nicht zu viel zu fönen. Wie bei jeder Pouring-Technik wirkt das Ergebnis viel besser wenn die Farben nicht zu sehr vermischt werden. Zuviel Fönen würde jedoch genau das auslösen. Also, immer dran denken: Kurze, gezielte Bewegungen und lieber estmal zu wenig als zu viel! 

 

Jetzt geht's aber wirklich los. Der Fön wird angeworfen. Doch, Moment, die ersten Fönstriche sind vorsichtig auf die Hintergrundfarbe gerichtet. Mit behutsamen Bewegungen wird die Hintergrundfarbe auf die Kontrastfarbe gefönt. Keine Sorge, auch wenn die Kontrastfarbe nicht mehr zu sehen sein sollte. 

 

Denn nun, wirklich dieses Mal, geht es los. Richte den Fön auf die Stelle, von der Du weisst, dass die Kontrastfarbe dort ist und bewege ihn gezielt und zielgerichtet ein paar Zentimeter über die Leinwand. 

Dabei wirst Du die Kontrastfarbe vor Deinem Fön hertreiben und siehst selbst, wie weit Du sie wirbeln kannst. 

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